PDF-Ausmalbilder haben einen großen Vorteil: Du entscheidest selbst, auf welchem Papier du malen möchtest. Du kannst dein Lieblingsmotiv mehrfach ausdrucken, verschiedene Farbkombinationen ausprobieren oder für unterschiedliche Stifte verschiedene Papiersorten verwenden.
Damit aus dem PDF aber auch ein schönes Ausmalbild wird, spielen Papier, Drucker und die richtigen Einstellungen eine wichtige Rolle. Keine Sorge – kompliziert ist das nicht. Ein paar Dinge solltest du vor dem Drucken trotzdem wissen.
Welches Papier eignet sich für Ausmalbilder?
Normales Druckerpapier mit etwa 80–90 g/m² eignet sich grundsätzlich bereits für klassische Buntstifte. Du musst also nicht unbedingt besonderes oder sehr dickes Papier kaufen, um mit einem PDF-Malbuch loszulegen.
Stärkeres Papier kann trotzdem Vorteile haben. Es fühlt sich stabiler an, verträgt kräftigeres Ausmalen häufig besser und kann besonders angenehm sein, wenn du Farben in mehreren Schichten auftragen möchtest.
Welche Papierstärke am besten passt, hängt deshalb auch davon ab, womit und wie du ausmalen möchtest.
Erst den Drucker prüfen – dann das Papier kaufen
Bevor du stärkeres Papier kaufst, solltest du unbedingt einen Blick in die technischen Daten deines Druckers werfen.
Nicht jeder Drucker kann jede Papierstärke bedrucken.
Oft unterscheidet sich die zulässige Grammatur sogar je nach Einzug. Ein Drucker kann beispielsweise über das normale Papierfach nur leichtere Papiere verarbeiten, während über den manuellen Einzug stärkeres Papier möglich ist.
Suche in der Bedienungsanleitung oder den technischen Daten deines Druckers nach Angaben wie:
Papiergewicht · Mediengewicht · Papierstärke · g/m²
Wenn du dir unsicher bist, teste eine neue Papiersorte zunächst mit wenigen Bögen, bevor du eine große Packung kaufst.
Welche Papierstärke für welche Stifte?
Die folgenden Angaben sind keine festen Regeln, sondern eine Orientierung. Neben der Grammatur spielen auch die Oberfläche des Papiers, der jeweilige Stift und dein persönlicher Malstil eine Rolle.
| Stiftart | Orientierung für das Papier |
|---|---|
| Buntstifte/Farbstifte | ca. 80–160 g/m² |
| Fineliner | ca. 100–160 g/m² |
| Filzstifte/Fasermaler | ca. 120–180 g/m² |
| Aquarellstifte trocken | ca. 100–160 g/m² |
| Aquarellstifte mit Wasser | eher ab ca. 200 g/m² |
| Alkoholmarker | möglichst geeignetes Markerpapier |
Buntstifte
Für klassische Buntstifte kannst du bereits normales Druckerpapier verwenden. Wenn du gerne mehrere Farbschichten übereinanderlegst oder kräftiger aufdrückst, lohnt es sich, auch einmal 100, 120 oder 160 g/m² auszuprobieren.
Dicker bedeutet dabei nicht automatisch besser. Auch die Papieroberfläche beeinflusst, wie sich ein Buntstift anfühlt und wie gut sich Farben schichten oder verblenden lassen.
Filzstifte und Fineliner
Bei Stiften mit höherem Farbauftrag kann etwas stärkeres Papier angenehm sein. Trotzdem solltest du gerade bei kräftigen Filzstiften sicherheitshalber ein Schutzblatt unter das Ausmalbild legen.
Alkoholmarker
Bei Alkoholmarkern reicht es nicht, einfach besonders dickes Papier zu verwenden. Die Farbe kann auch durch stärkeres Papier hindurchziehen.
Hier eignet sich speziell dafür vorgesehenes Markerpapier besser. Ein zusätzliches Schutzblatt unter dem Motiv schützt Tisch und darunterliegende Seiten.
Aquarellstifte
Solange Aquarellstifte trocken wie normale Buntstifte verwendet werden, braucht es kein ausgesprochen schweres Papier.
Sobald Wasser ins Spiel kommt, ändern sich die Anforderungen deutlich. Normales Druckerpapier kann sich wellen oder aufweichen. Dafür ist stärkeres, für wasserbasierte Techniken geeignetes Papier die bessere Wahl.
Glattes oder raues Papier?
Nicht nur die Grammatur macht einen Unterschied.
Auf einem eher glatten Papier lassen sich feine Details schön kontrollieren. Eine etwas strukturiertere Oberfläche kann dagegen beim Arbeiten mit Buntstiften einen ganz anderen Charakter erzeugen.
Hier gibt es kein allgemeines „richtig“ oder „falsch“.
Ein Vorteil von PDF-Ausmalbildern ist gerade, dass du experimentieren kannst: Drucke dasselbe Motiv auf verschiedenen Papieren aus und finde heraus, welches dir am besten gefällt.
Welche Druckqualität sollte ich einstellen?
Viele Drucker bieten Einstellungen wie Entwurf, Standard, Normal, Hoch oder Optimal.
Den Entwurfs- oder Tintensparmodus würden wir für Ausmalbilder eher nicht empfehlen. Gerade feine Konturen können dadurch blasser werden.
Für viele Motive reicht die normale bzw. gute Standardqualität vollkommen aus. Bei sehr feinen Linien kannst du ausprobieren, ob die höhere Qualitätsstufe deines Druckers einen sichtbaren Unterschied macht.
Du musst also nicht automatisch mit der maximal möglichen Druckqualität arbeiten und unnötig viel Tinte oder Toner verbrauchen.
Tatsächliche Größe oder „An Seite anpassen“?
Dieser kleine Punkt im Druckfenster sorgt gerne für Verwirrung.
Bei „Tatsächliche Größe“ wird die PDF-Seite ohne zusätzliche Skalierung ausgegeben.
Bei „Anpassen“ wird sie an den bedruckbaren Bereich des ausgewählten Papierformats angepasst.
Wenn dein PDF beispielsweise für DIN A4 erstellt wurde und du auf DIN-A4-Papier druckst, kannst du zunächst die tatsächliche Größe verwenden.
Aber: Nicht jeder Drucker kann bis an den Rand eines Blattes drucken. Deshalb solltest du vor dem Drucken immer die Druckvorschau kontrollieren.
Ist dort ein Teil des Motivs abgeschnitten, kann „Anpassen“ die bessere Wahl sein.
Unser wichtigster Tipp: Erst eine Seite testen – dann das ganze PDF drucken.
Muss ein Ausmalbild randlos gedruckt werden?
In den meisten Fällen nicht.
Liegt das Motiv vollständig innerhalb der Seite und besitzt ausreichend Weißraum zum Rand, ist kein randloser Druck notwendig.
Das ist besonders praktisch, weil viele Heimdrucker randlosen Druck entweder gar nicht oder nur bei bestimmten Papierformaten und Papiersorten unterstützen.
Entscheidend ist deshalb nicht, ob irgendwo „randlos“ angeklickt wurde, sondern ob du in der Druckvorschau das vollständige Motiv sehen kannst.
Schwarzweiß, Graustufen oder Farbe?
Bei klassischen schwarz-weißen Ausmalbildern reicht grundsätzlich ein Schwarzweiß- bzw. Graustufendruck.
Enthält dein PDF allerdings bewusst farbige Elemente, solltest du natürlich den Farbdruck verwenden.
Achte außerdem darauf, ob dein Drucker einen Toner- oder Tintensparmodus aktiviert hat. Dieser kann dafür sorgen, dass schwarze Konturen deutlich heller erscheinen.
Einseitig oder doppelseitig drucken?
Für Ausmalbilder würden wir meistens einseitigen Druck empfehlen.
Das hat mehrere Vorteile: Kräftige Farben können nicht auf das Motiv der Rückseite durchscheinen, du kannst problemlos ein Schutzblatt unterlegen und ein fertiges Bild später herausnehmen, aufhängen oder verschenken.
Gerade wenn du mit Filzstiften oder Markern arbeiten möchtest, ist einseitiger Druck besonders praktisch.
Tintenstrahl oder Laserdrucker?
Grundsätzlich kannst du PDF-Ausmalbilder sowohl mit einem Tintenstrahl- als auch mit einem Laserdrucker ausdrucken.
Bei einem Tintenstrahldrucker solltest du dem Ausdruck gegebenenfalls etwas Zeit zum Trocknen geben, bevor du mit dem Ausmalen beginnst.
Beim Laserdruck wird Toner durch Hitze auf dem Papier fixiert. Auch damit können sehr klare Konturen entstehen.
Viel wichtiger als die Frage „Tinte oder Laser?“ ist letztlich, dass Papier und Druckereinstellungen zu deinem konkreten Gerät passen.
Kann ich PDF-Ausmalbilder im Copyshop drucken lassen?
Natürlich.
Das ist sogar eine praktische Alternative, wenn dein eigener Drucker die gewünschte Papierstärke nicht unterstützt.
Du kannst dort beispielsweise nach verschiedenen Papierstärken fragen und zunächst einzelne Seiten testen lassen.
Bei einem klassischen schwarz-weißen PDF-Malbuch reicht normalerweise Schwarzweißdruck. Wenn dir die Originalgröße wichtig ist, solltest du außerdem darauf achten, dass die Datei nicht unnötig skaliert wird.
Wenn beim Drucken etwas schiefgeht
Das Motiv wird abgeschnitten:
Kontrolliere Papierformat und Skalierung und schau dir die Druckvorschau an. Gegebenenfalls „Anpassen“ auswählen.
Die Linien sind zu blass:
Prüfe, ob Entwurfs-, Eco-, Toner- oder Tintensparmodus aktiviert ist.
Stärkeres Papier wird nicht eingezogen:
Prüfe die maximal zulässige Grammatur deines Druckers und ob für stärkeres Papier ein anderer bzw. manueller Einzug vorgesehen ist.
Das Papier verschmiert:
Lass einen Tintenstrahlausdruck zunächst vollständig trocknen und prüfe, ob das Papier für deinen Druckertyp geeignet ist.
Das Motiv ist kleiner als erwartet:
Kontrolliere die Skalierung. Möglicherweise wurde die Seite automatisch an den druckbaren Bereich angepasst.
Unsere einfache Empfehlung für den Start
Wenn du gerade dein erstes PDF-Malbuch ausdrucken möchtest, musst du daraus keine Wissenschaft machen.
Starte beispielsweise mit:
DIN A4 · weißes Papier · 80–120 g/m² · einseitiger Druck · normale/gute Druckqualität
Nutzt du klassische Buntstifte, kannst du damit bereits wunderbar loslegen.
Wenn du später Lust auf mehr bekommst, probiere unterschiedliche Papierstärken und Oberflächen aus. Gerade das ist einer der Vorteile eines PDF-Malbuchs: Du kannst selbst entscheiden, worauf du am liebsten malst.
Kleine Checkliste vor dem Drucken
✓ Stimmt das ausgewählte Papierformat?
✓ Unterstützt mein Drucker die eingelegte Papierstärke?
✓ Ist der einseitige Druck eingestellt?
✓ Ist der Entwurfs-/Sparmodus ausgeschaltet?
✓ Passt die Skalierung?
✓ Ist das vollständige Motiv in der Druckvorschau sichtbar?
✓ Brauche ich für meine Stifte ein Schutzblatt?
Dann heißt es nur noch: Lieblingsmotiv auswählen, Stifte schnappen und losmalen.
Noch auf der Suche nach deinem nächsten Motiv?
Entdecke unsere PDF-Ausmalbilder aus Mikas Malwelt und drucke deine Lieblingsmotive einfach zu Hause aus.
