Ausmalen statt Scrollen: Eine kreative Pause vom Bildschirm

Ausmalen statt Scrollen: Eine kreative Pause vom Bildschirm

Eigentlich wolltest du nur kurz auf dein Handy schauen.

Eine Nachricht beantworten. Vielleicht noch schnell das Wetter checken. Und wenn du schon dabei bist, kannst du natürlich auch noch einmal bei Instagram, Facebook oder TikTok vorbeischauen.

Plötzlich sind 40 Minuten vergangen.

Kommt dir bekannt vor?

Bildschirme gehören inzwischen ganz selbstverständlich zu unserem Alltag. Wir arbeiten am Computer, organisieren Termine mit dem Smartphone, beantworten Nachrichten und verbringen auch einen großen Teil unserer Freizeit digital.

Daran ist grundsätzlich nichts falsch.

Aber manchmal tut es einfach gut, das Handy bewusst zur Seite zu legen und etwas zu machen, bei dem kein Display leuchtet.

Zum Beispiel: ein Malbuch aufschlagen und die Stifte herausholen.

Eine digitale Auszeit muss nicht gleich Digital Detox bedeuten

Beim Begriff Digital Detox denkt man schnell an drastische Maßnahmen.

Smartphone ausschalten. Social Media löschen. Drei Tage offline sein. Am besten irgendwo in einer Hütte ohne WLAN.

Kann man machen.

Muss man aber nicht.

Eine digitale Auszeit darf viel kleiner sein.

Vielleicht sind es nur 20 Minuten am Abend, in denen das Handy nicht neben dir liegt. Vielleicht bleibt der Fernseher heute einmal aus. Oder du entscheidest dich ganz bewusst dafür, deine Pause nicht mit Scrollen zu verbringen.

Es geht nicht darum, digitale Medien aus dem Leben zu verbannen.

Sondern darum, sich gelegentlich wieder bewusst für etwas Analoges zu entscheiden.

Warum greifen wir eigentlich ständig zum Smartphone?

Oft passiert es vollkommen automatisch.

Wir warten irgendwo – Handy raus.

Im Fernsehen kommt Werbung – Handy raus.

Der Kaffee läuft durch – Handy raus.

Und manchmal nehmen wir das Smartphone sogar in die Hand, ohne wirklich zu wissen, was wir darauf eigentlich machen wollten.

Das Gerät bietet schließlich jederzeit etwas Neues: Nachrichten, Videos, Bilder, Kommentare oder die nächste interessante Schlagzeile.

Eine analoge Beschäftigung funktioniert anders.

Beim Ausmalen passiert nicht alle paar Sekunden etwas Neues. Niemand schickt eine Benachrichtigung und das Bild versucht auch nicht, deine Aufmerksamkeit mit dem nächsten Video festzuhalten.

Da liegt einfach eine Seite vor dir.

Und die wartet geduldig darauf, Farbe zu bekommen.

Ausmalen ist eine ziemlich einfache Bildschirmpause

Für eine kleine Pause vom Bildschirm brauchst du kein kompliziertes neues Hobby.

Ein Malbuch und ein paar Stifte reichen.

Du schlägst eine Seite auf, suchst dir ein Motiv aus und beginnst.

Vielleicht entscheidest du zuerst, welche Farben zusammenpassen. Dann kommt die nächste Fläche. Und irgendwann stellst du fest, dass du eine ganze Weile nicht aufs Handy geschaut hast.

Genau diese Einfachheit macht Ausmalen zu einer schönen Offline-Beschäftigung.

Du musst nichts vorbereiten.

Du brauchst keine Anleitung.

Und du musst auch nichts besonders gut können.

Deine Hände haben plötzlich wieder etwas anderes zu tun

Unser Smartphone hat noch einen kleinen Vorteil: Es liegt unglaublich gut in der Hand.

Deshalb greifen wir oft schon aus Gewohnheit danach.

Beim Ausmalen sind die Hände anderweitig beschäftigt.

Eine Hand hält den Stift, die andere vielleicht das Buch. Du wechselst Farben, spitzt einen Stift an oder überlegst, welchen Farbton du als Nächstes verwenden möchtest.

Das klingt banal.

Ist es wahrscheinlich auch.

Aber genau das darf eine kreative Pause sein.

Nicht jede Freizeitbeschäftigung muss besonders produktiv, effizient oder beeindruckend sein.

Manchmal darf man einfach eine Blume rosa ausmalen.

20 Minuten können schon eine schöne Auszeit sein

Vielleicht denkst du jetzt:

„Für sowas habe ich abends überhaupt keine Zeit.“

Dann mach kein Abendprogramm daraus.

Du musst nicht zwei Stunden am Tisch sitzen und ein komplettes Motiv fertigstellen.

Nimm dir beispielsweise 20 Minuten.

Handy außer Reichweite.

Malbuch auf.

Stifte raus.

Vielleicht noch eine Tasse Tee oder Kaffee dazu und Musik im Hintergrund.

Nach 20 Minuten kannst du aufhören.

Oder du malst weiter, weil du gerade wissen möchtest, wie dein Bild fertig aussieht.

Beides ist okay.

Eine kreative Auszeit soll schließlich nicht zum nächsten Termin werden, den du pflichtbewusst abarbeiten musst.

Mach es dir leicht, offline zu bleiben

Wenn dein Smartphone direkt neben dem Malbuch liegt, ist die Versuchung natürlich groß.

Ein kurzes Aufleuchten reicht und schon möchte man wissen, wer geschrieben hat.

Deshalb darf das Handy für deine kleine Bildschirmpause ruhig ein Stück weiter weg liegen.

Nicht dramatisch.

Es muss nicht im Tresor eingeschlossen werden. 😄

Leg es einfach auf die andere Seite des Raumes, stell es lautlos oder aktiviere für eine Weile den Nicht-stören-Modus.

Gleichzeitig kannst du dir das Ausmalen möglichst einfach machen.

Malbuch und Stifte müssen nicht jedes Mal aus drei verschiedenen Schränken zusammengesucht werden. Wenn du gerne abends malst, kannst du dir eine kleine Ecke dafür einrichten oder deine Stifte griffbereit in einer Box aufbewahren.

Je weniger Aufwand nötig ist, desto leichter wird aus „Das könnte ich eigentlich mal wieder machen“ ein tatsächliches „Ich fang einfach an“.

Ausmalen statt Scrollen als kleines Abendritual

Gerade am Abend kann eine analoge Beschäftigung eine schöne Abwechslung sein.

Vielleicht kennst du dieses Gefühl: Eigentlich bist du müde, aber trotzdem scrollst du noch durch dein Handy.

Noch ein Video.

Noch ein Beitrag.

Noch einmal Nachrichten lesen.

Aus zehn Minuten wird schnell deutlich mehr.

Du könntest stattdessen ausprobieren, einen Teil dieser Zeit bewusst anders zu verbringen.

Zum Beispiel:

Tee machen.

Lieblingsmusik an.

Malbuch aufschlagen.

Handy weglegen.

Und dann einfach schauen, worauf du heute Lust hast.

Das muss auch nicht jeden Abend passieren.

Vielleicht wird es einmal pro Woche dein kleines Ritual. Vielleicht immer dann, wenn du merkst, dass du eigentlich gar keine Lust mehr aufs Scrollen hast, es aber trotzdem tust.

Such dir Motive aus, auf die du wirklich Lust hast

Eine Bildschirmpause funktioniert natürlich nur dann als Alternative, wenn die analoge Beschäftigung dir tatsächlich Freude macht.

Deshalb sollte auch dein Malbuch zu dir passen.

Wenn du Berge liebst, möchtest du vielleicht lieber Landschaften, Hütten und Natur ausmalen.

Wenn dein Herz für Tiere schlägt, dürfen es Tiere sein.

Und wenn du alte Mopeds liebst, wirst du vermutlich mit einem Zweitaktmotiv glücklicher als mit dem hundertsten Mandala.

In Mikas Malwelt entstehen deshalb Malbücher rund um unterschiedliche Themen und Leidenschaften.

Denn wir glauben, dass eine kreative Auszeit besonders schön ist, wenn man schon beim Anschauen des Motivs Lust bekommt, die Stifte herauszuholen.

Offline muss nicht langweilig sein

Unser Smartphone schafft es ziemlich gut, jede freie Minute zu füllen.

Aber vielleicht müssen gar nicht alle freien Minuten gefüllt werden.

Und vielleicht dürfen manche davon wieder ein bisschen langsamer sein.

Mit Papier statt Display.

Mit Buntstiften statt Scrollbewegungen.

Mit einem Bild, das nicht nach drei Sekunden vom nächsten abgelöst wird.

Du musst dafür dein Smartphone nicht abschaffen und auch keinen radikalen Digital Detox beginnen.

Vielleicht reicht heute schon eine kleine Entscheidung:

Handy weg. Malbuch auf. Stifte raus.

Und dann schauen wir mal, welche Farbe der Himmel bekommt.